Siemens Energy: Women in Tech sichtbar machen – mit einer Employer-Branding-Serie, die nicht wie klassische Unternehmenskommunikation wirkt

Ausgangslage

Siemens Energy wollte Frauen in technischen Rollen stärker sichtbar machen und damit ein Signal nach innen und außen setzen. Die Herausforderung war, daraus keine austauschbare Imagekampagne zu machen, sondern ein Format, das echte Einblicke ermöglicht und Vertrauen schafft.

Denn genau daran scheitern viele Employer-Branding-Projekte: Sie sagen das Richtige, zeigen aber zu wenig von dem, was Menschen wirklich interessiert. Wie sieht technische Arbeit konkret aus? Welche Persönlichkeiten stehen dahinter? Wie sprechen Frauen über Verantwortung, Führung, Entwicklung und ihren Platz in einem Umfeld, das lange männlich geprägt war?

Die Herausforderung

Die Serie sollte professionell und hochwertig wirken, ohne kontrolliert oder geschrieben zu klingen. Gerade bei Themen wie Diversität, Sichtbarkeit und technischer Karriere ist Glaubwürdigkeit entscheidend. Sobald Aussagen zu glatt oder zu stark gelenkt wirken, verliert das Format an Kraft.

Hinzu kam: Viele der Frauen waren vor der Kamera verständlicherweise aufgeregt. Sie sind keine professionellen Sprecherinnen, sondern Ingenieurinnen, Projektleiterinnen und technische Spezialistinnen mit anspruchsvollen Rollen. Die Aufgabe war also nicht nur, gute Bilder zu machen, sondern eine Situation zu schaffen, in der aus Anspannung echte Präsenz werden kann.

Unser Ansatz

Der Kern des Projekts war ein dokumentarischer, journalistisch geprägter Zugang. Statt mit geskripteten Aussagen zu arbeiten, haben wir auf natürliche Gesprächsführung gesetzt. Ziel war es nicht, fertige Botschaften vorzugeben, sondern in echten Gesprächen die Aussagen herauszuarbeiten, die tragen.

Genau darin lag ein zentraler Teil der Arbeit: zuhören, nachfragen, Ruhe geben, Unsicherheit ernst nehmen und daraus Vertrauen entstehen lassen. Die stärksten Sätze entstanden nicht auf dem Papier, sondern im Moment. Nicht, weil sie perfekt formuliert waren, sondern weil sie echt waren.

So wurden aus komplexen Rollen klare, greifbare Bilder: die Arbeit an digitalen Produkten als „Gehirn des Kraftwerks“, Verantwortung an der Schnittstelle zwischen Entwicklung und Management, Projektleitung in internationalen Teams, Teamspirit, Mentoring und der Wunsch, für andere Frauen sichtbarer zu machen, was möglich ist.

Konzeption und Vorbereitung

Ein großer Teil der Arbeit fand vor dem Dreh statt. Denn authentische Kommunikation entsteht nicht zufällig, sondern durch gute Vorbereitung.

In der Konzeption haben wir zunächst geklärt, was die Serie kommunikativ leisten muss: Sichtbarkeit schaffen, Identifikation ermöglichen und technische Rollen so zeigen, dass sie verständlich, konkret und anschlussfähig werden. Daraus entstand eine Serienlogik, die Wiedererkennbarkeit schafft und gleichzeitig genug Raum für individuelle Geschichten lässt.

Ebenso wichtig war die Vorbereitung der Protagonistinnen. Menschen, die selten vor der Kamera stehen, brauchen keinen Performancedruck, sondern Sicherheit. Deshalb ging es im Briefing nicht darum, Aussagen vorzuschreiben, sondern Orientierung zu geben und Vertrauen aufzubauen. Die Grundlage waren keine Skripte, sondern gute Gespräche.

Die Umsetzung

Am Drehtag selbst war genau das entscheidend: eine ruhige Atmosphäre, klare Führung und genug Offenheit, damit echte Aussagen entstehen können. Mit einer natürlichen Gesprächsführung konnten wir aus der anfänglichen Aufregung heraus die Momente finden, in denen die Frauen nicht „funktionieren“ mussten, sondern wirklich über ihre Arbeit, ihren Weg und ihre Haltung gesprochen haben.

Die Serie wurde als Reihe von Porträts gedacht – jede Episode mit eigener Perspektive, aber eingebettet in ein gemeinsames visuelles und kommunikatives Konzept. So erscheinen die Protagonistinnen nicht als Symbolfiguren eines Themas, sondern als eigenständige Persönlichkeiten mit fachlicher Tiefe, Verantwortung und Haltung.

Gerade das macht die Serie stark: Sie erzählt nicht nur von Jobs, sondern von realen Wegen in die Technik. Von Verantwortung in komplexen Projekten. Von Zusammenarbeit und Führung. Von Selbstvertrauen, das mit der Zeit gewachsen ist. Und von der Bedeutung, für andere Frauen sichtbar zu machen, dass diese Wege offenstehen.

Das Ergebnis

Entstanden ist eine Employer-Branding-Serie, die Frauen in technischen Rollen nicht nur sichtbar macht, sondern ihnen Gewicht gibt. Statt austauschbarer Aussagen stehen konkrete Menschen und konkrete Erfahrungen im Mittelpunkt.

Die Serie zeigt technische Berufe nicht als abstrakte Funktionsprofile, sondern als Arbeitsfelder mit Verantwortung, Entwicklung, Teamarbeit und persönlicher Haltung. Genau dadurch wirkt sie nicht wie ein kommunikativer Pflichttermin, sondern wie ein glaubwürdiger Einblick in Rollen, Wege und Perspektiven innerhalb des Unternehmens.

Für Siemens Energy bedeutet das ein Format, das intern wie extern funktioniert, strategische Ziele unterstützt und zugleich eine Tonalität findet, die Nähe und Professionalität verbindet.

Was dieses Projekt zeigt

Dieses Projekt steht exemplarisch für unsere Arbeitsweise: Wir denken Produktionen nicht nur visuell, sondern immer auch kommunikativ. Uns interessiert nicht nur, wie etwas aussieht, sondern wie eine Situation gestaltet werden muss, damit echte Aussagen entstehen können.

Deshalb arbeiten wir nicht mit starren Skripten, sondern mit guter Vorbereitung, journalistischem Zuhören und einer Gesprächsführung, die Menschen Sicherheit gibt. Gerade im Employer Branding ist das entscheidend. Denn Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch perfekte Formulierungen, sondern in dem Moment, in dem jemand etwas sagt, das wirklich ihr gehört.

„Ihre Liebe zum Detail und ihr Engagement für Qualität waren hervorragend. Wir haben sie bereits weiterempfohlen.“

– Ehemaliger Kunde